Gasthaus Unterwirt Fridolfing

Vom "Dornröschenschlaf" zum zentralen Treffpunkt nachhaltiger Lebensqualität

Der Unterwirt im Dornröschenschlaf
Der Unterwirt im Dornröschenschlaf
Der Unterwirt in neuem Glanz
Der Unterwirt in neuem Glanz
Vito - der neue Besitzer
Vito - der neue Besitzer
Viel Spaß im vegetarischen Kochkurs
Viel Spaß im vegetarischen Kochkurs

Vito – der Mann mit der Vision vom Unterwirt

„Sein Traum und unser Traum war der Unterwirt. Eine Dorfwirtschaft. Ein Wahnsinn, komplett verrückt. Wegreißen sollte man sie, die alte Burg, nicht erhalten. Das war die Meinung im Dorf.

Aber nicht die von Vito. Seine Vision:

Leben in Fridolfing, gutes Essen, eine Bar als Treffpunkt im Dorf.

"Wir sind mit ihm den Weg gegangen, durch Dreck und Schutt.
Im Rohbau der Räume eine Ausstellung, so etwas hat es im weiten Umkreis noch nicht gegeben.
Viele kamen und staunten, über den Vito, seinen Mut, seine Verrücktheit, dem Bau Leben einzuhauchen.“ (Von seinen Freunden so gesagt)

Ein Blick zurück in die Geschichte

16. / 17. Jahrhundert

Im urban. Verzeichnis von 1592 (Steuerbuch Wolf Dietrich von Raitenau) ist zu lesen, dass das Bürgerspital in Salzburg Grundherr war. Der Unterwirt wurde schon damals mit einer „realen Wirtsgerechtigkeit“ (Konzession) ausgestattet.

Bereits im 17. Jahrhundert wurde der Unterwirt als "Untere Taverne" erwähnt.
Dies war die Bezeichnung für eine Gastwirtschaft mit Speisung und Beherbergung, Abhalten von Hochzeits- und Leichenfeiern im Unterschied zur "bloßen" Bier- und Weinschenke.

Das soziale Leben im Dorf soll durch das reaktivierte Gasthaus wieder bereichert werden. Denn Leben und Arbeiten in der Gemeinde Fridolfing – welch ein großes Glück. Vieles kann dabei kompensiert werden: Mobilität, Umweltschutz, keine langen Wege und Zeitersparnis – also mehr Lebensqualität.

Aber reicht das aus, um echte Lebensqualität zu erfahren?

Die Dörfer leiden unter dem Schwund von örtlicher Nahversorgung, vieles wird der Schnelllebigkeit unserer Zeit geopfert. Ortsbilder verändern sich. Alte, geschichtsträchtige Häuserfassaden sollen zweckmäßigen Bauten und Plätzen weichen.

Die Dorfkerne, ehemals als Treffpunkt der Generationen, sind leer. Kulturelle Ereignisse beschränken sich auf das immer Dagewesene. Das soziale Leben in der Freizeit spielt sich hauptsächlich nur noch in den Vereinen ab. Gesellige Wohlfühl- und Rückzugsorte werden immer seltener, der öffentliche Raum, der Dorfplatz mit seinen Dorfwirtshäusern hat seine Aufgabe verloren.

Aber die Wirtshauskultur ist im Wandel!

Die soziale Funktion rückt wieder mehr in den Vordergrund. Ein fester Anker für ein unkompliziertes, spontanes Treffen, eine feste Runde zum Austausch von Ideen und kulturellen Verschiedenheiten.
Auch die Speisekarten sind davon betroffen: Nicht die Quantität, sondern die Qualität soll wieder mehr in den Mittelpunkt rücken. Eine Kochkunst mit frischen, gesunden Lebensmitteln aus nachhaltiger Landwirtschaft, eingekauft nach Möglichkeiten beim Direktvermarkter und frisch zubereitet, serviert in gemütlicher und ansprechender Atmosphäre: ein Genuss für Leib und Seele!

Inspiriert von der Vision von Carlo Petrini, Begründer von „Slow Food“, kommen wir zurück zu einer entschleunigten, gesunden Esskultur.

Dabei geht es darum, die gastronomische Renaissance der kulinarischen Genüsse voranzubringen, regionale, lokale, handwerkliche und saisonale Speisen wieder selbstbewusst in den Mittelpunkt zu stellen und den Erzeugern gesunder Lebensmittel, auch in unserer Heimat, einen fairen Preis zu bezahlen.
Erfahren Sie hier mehr über "Slow Food"